Kompetenz- und Forschungszentren

  Das Rogowski-Institut RWTH Aachen

Kompetenz- und Forschungszentren bündeln themenbezogen wissenschaftlichen Kompetenzen und Aktivitäten verschiedener RWTH-Einrichtungen.

 

Bei den an der RWTH Aachen bestehenden Kompetenzzentren handelt es sich im Gegensatz zu den Arbeitsgemeinschaften um forschungsthemenbezogene Kooperationen einer begrenzten Anzahl von Instituten mit dem Ziel einer effizienten Verknüpfung der Forschungsaktivitäten der Einrichtungen.

Die Organisationsform von Kompetenzzentren ist uneinheitlich, in der Regel handelt es sich um Vereinbarungen zwischen den beteiligten Instituten, in der die Ziele und die Form der Kooperation festgelegt sind. Die Laufzeit von Kompetenzzentren ist zeitlich nicht befristet.

Forschungsfelder

Die Forschungs- und Kompetenzzentren an der RWTH Aachen bündeln Expertise in folgenden Forschungsfeldern:

Bionik / Biomimetik Brain Imaging Computational Chemistry
Elektromagnetische
Umweltverträglichkeit
Energieforschung Glas
Imaging & Vision Integrativer Leichtbau Kernmagnetische Resonanz (NMR)
Medizintechnik Nanotechnologie Optische Technologien
Polymere Werkstoffe Produktionstechnik Rohstofftechnik
Stahlbau /
Metallische Bauweisen
Virtual Reality Wissenschaftsgeschichte

Kompetenz- und Forschungszentren an der RWTH Aachen

AIR – Aachener Institute für Rohstoffe

AIR ist eine strategische Allianz von Instituten aus den Bereichen primärer und sekundärer Rohstofftechniken an der RWTH Aachen. Sie bündelt Kompetenzen in den Bereichen Lagerstättenmanagement, Rohstoffwirtschaft, Gewinnungstechnik, Aufbereitung und Recycling sowie Maschinentechnik und Diagnose. Vor dem Hintergrund des universitären Forschungsbetriebs erarbeitet das AIR in gemeinsamen interdisziplinären Projekten mit der Industrie Lösungen für die Praxis und begleitet die Umsetzung.

AKWG – Aachener Kompetenzzentrum für Wissenschaftsgeschichte

An einer Technischen Hochschule ist die Auseinandersetzung mit der historischen Dimension von Wissenschaft(en) eine unverzichtbare Ergänzung des naturwissenschaftlich-technisch geprägten Umgangs mit der Wirklichkeit. Das AKWG bündelt die wissenschaftshistorischen Kompetenzen an der RWTH Aachen zur Förderung des interdisziplinären Austauschs für gesellschaftlich relevante Forschungsvorhaben. Im Fokus stehen allgemein wissenschaftshistorische sowie medizin-, technik- und naturwissenschaftsgeschichtliche Gegenstände. Kulturelle, soziale, wirtschaftliche und politische Kontexte von Wissenschaft machen den Ort der Wissenschaft in der jeweiligen Gesellschaft beschreibbar und Wissenschaft als produktive Auseinandersetzung mit der Umwelt erfahrbar.

AKM – Aachener Kompetenzzentrum Medizintechnik

Der Verein unterstützt durch vielfältige Aktivitäten die Entwicklung der Medizintechnik in der Region Aachen. Er fördert den Informationstransfer durch Veranstaltungen und Netzwerkbildung, vermittelt Partnerschaften und unterstützt den wissenschaftlichen Nachwuchs sowie die Erforschung neuer Technologien. Die Bewertung laufender Forschungsprojekte durch Mitglieder unterschiedlicher Fachrichtungen generiert neue Impulse und identifiziert ggf. nicht berücksichtige Einsatzfelder der Forschungsergebnisse.

APC – Aachen Polymer Chain

Polymere Werkstoffe sind die Grundlage für neue Technologien und innovative Produkte. Im globalen Wettbewerb gilt es, das Potenzial dieser Werkstoffgruppe bei der Entwicklung neuer Produkte auszuschöpfen. Der zu erwartende Nutzen gebündelter Forschungsaktivität in diesem Bereich empfiehlt eine enge interdisziplinäres Zusammenarbeit zwischen den Natur- und Ingenieurwissenschaften – eine Form der Kooperation, die die APC als Verbund von Forschenden mit Bezug zu den Polymerwerkstoffen realisiert. Als leistungsfähiger Partner übernimmt die APC Forschungs- und Entwicklungsaufgaben in Zusammenarbeit mit der der kunststofferzeugenden und -verarbeitenden Industrie.

AZL – Aachener Zentrum für integrativen Leichtbau

In der Leichtbau-Produktionsforschung stellt sich das isolierte Untersuchen einzelner Fertigungsprozesse als nicht mehr ausreichend heraus. Ziel des Aachener Zentrums für integrativen Leichtbau, AZL, ist die Überführung des Leichtbaus in die Großserie durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Werkstoffwissenschaften und der Produktionstechnik zur Umsetzung großserientauglicher Prozessketten. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den bestehenden Leichtbau-Aktivitäten der RWTH Aachen. Neben der vorhandenen produktionstechnischen Exzellenz der RWTH Aachen stellt dieser einzigartige Zusammenschluss von Kompetenzen für den Leichtbau an einem Standort mit dieser Bandbreite ein Alleinstellungsmerkmal dar.

Bionik – Zentrum Aachen

Der Begriff Bionik bezieht sich auf die Ausnutzung biologischer Prinzipien in der Technik und, im weiteren Sinne, die Interaktion zwischen Technik und Biologie. Auf allen Ebenen der Biologie bis hin zu den Neurowissenschaften und den molekular orientierten Teilgebieten lassen sich bionikrelevante Erkenntnisse gewinnen. In anderen Natur- und den Ingenieurwissenschaften liefern biologische Prinzipien Anregungen für zum Beispiel Konstruktions- und Informationsverarbeitungsmechanismen. Breit gefasst umschließt die Bionik auch die Biomaterialien sowie das „biomechanical engineering“. Vor diesem Hintergrund fördert das Bionik Centrum unter anderem die Verknüpfung und interdisziplinäre Zusammenarbeit der Ingenieur- und Lebenswissenschaften.

CCC – Computational Chemistry Coalition

In der modernen Chemie werden chemische Fragestellungen oftmals unter Rückgriff auf theoretisch-mathematisch-numerische Techniken, zusammengefasst unter dem Begriff der „Computational Chemistry“, bearbeitet. An der RWTH bündelt die Computational Chemistry Coalition institutsübergreifend die Aktivitäten auf diesem Gebiet. Die Initiative umfasst zahlreiche Arbeitsgruppen, die aktiv zur Lösung chemischer Probleme mit computergestützten Methoden beitragen. Sie unterstützt mit ihrer Expertise die inner- und außeruniversitäre Forschung und trägt zur theoretisch-mathematischen Schulung der Chemiestudierenden an der RWTH bei.

E.ON Energy Research Center

In Forschung und interdisziplinärer Zusammenarbeit mit inner- und außeruniversitären Einrichtungen und der Industrie ist das E.ON ERC ein Leuchtturm auf dem Gebiet der Energietechnik. Durch seine Organisationsstruktur mit fünf Professuren aus vier RWTH-Fakultäten ist das Zentrum darauf ausgerichtet, weit über den Tellerrand fachspezifischer Forschungsinhalte hinauszuschauen und sich insbesondere größeren systemtechnischen Fragestellungen zu widmen. Das ERC betreibt unter anderem Forschung an regenerativen Systemen, die in Bezug auf ihre Leistungsklasse bisher entwickelten Erzeugungskonzepte – Windenergie, Photovoltaik – deutlich überschreiten. In Forschungsprojekten werden sozio-ökonomische und politische Betrachtungen mit einbezogen.

FEMU – Forschungszentrum für Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit

Der Mensch ist also in Beruf und Freizeit nieder- und hochfrequenten technischen Feldern unterschiedlicher Beschaffenheit ausgesetzt. FEMU ist eine interdisziplinäre Einrichtung des Universitätsklinikums der RWTH Aachen, die sich mit der Erforschung der Wirkungen elektro-magnetischer Felder und Wellen auf Mensch, Fauna und Flora befasst. In Kooperation mit verschiedenen Fakultäten der RWTH Aachen sowie externen Organisationen untersucht das Zentrum u. a. folgende Fragestellungen: Wie wirken elektromagnetische Felder auf den Organismus und gegebenenfalls auch Implantate und technische Körperhilfen ein? Gibt es Wirkungsschwellen beim Menschen, moduliert durch Faktoren wie Alter und Gesundheitszustand? Welche diagnostischen und therapeutischen Verfahren lassen sich aus der Forschung ableiten?

CCGA – Kompetenzzentum für Glas

Das CCGA bündelt Forschungsaktivitäten, die sich mit dem Werkstoff Glas an der RWTH Aachen beschäftigen. Für die beteiligten Institute bietet das Kompetenzzentrum regen wissenschaftlichen Austausch und Vernetzung, was ein rasche Erfassung und Umsetzung neuer Trends und Entwicklungen möglich macht. Der Bogen der Arbeitsbereiche des Zentrums spannt sich vom Lichtwellenleitern über tragende Glaskonstruktionen am Bau über Brennstoffzellen bis zur Dünnschichttechnologie, von der Spezialglasformulierung bis zum Produkt. Kompetenzen existieren auf den Bereichen der Herstellung und Formung, der Bearbeitung und Veredlung, des Fügens und Konstruierens; sowie der Prüfung von Bauteilen und von Materialeigenschaften.

I3AC – Interdisciplinary Imaging & Vision Institute Aachen

Das Kompetenzzentrum fokussiert Forschung und Entwicklung in den Bereichen computergestütztes Sehen und Bildgebung – Schlüsseltechnologien, die die Basis für zahlreiche innovative technologische Entwicklungen und Anwendungen bilden. Da in den verschiedenen Fachrichtungen mit unterschiedlichen Methoden und Herangehensweisen im Bereich Imaging & Vision geforscht wird, sucht das Zentrum, die Akteure und Aktivitäten zu vernetzen und den Austausch zwischen den Fachbereichen zu optimieren. Das Forschungsgebiet vereint Elemente aus der Bildgebung, der Signal- und Informationsverarbeitung, der künstlichen Intelligenz und der Aktorik. Das I3AC ist ein Zusammenschluss von bisher elf Instituten der RWTH Aachen, der FH Aachen sowie des Forschungszentrums Jülich.

IZKF Aachen – Brain Imaging

Aufgabe und Ziel des IZKF Aachen ist es, die von Grundlagenforschung und Klinik ausgehende translationale medizinische Forschung zu stärken. Als Entwicklungs- und Strategieprogramm der der Medizinischen Fakultät und strebt das IZKF an, durch die Förderung erstklassiger Forschungsvorhaben die Chancen auf die Einwerbung hochvolumiger externer Drittmittelprojekte entscheidend zu verbessern. Neben der Förderung von Forschungsprojekten unterstützt das IZKF Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler und bietet in seinen Core Facilities Geräte und Expertise für die Forschung. So zum Beispiel ist die Core Facility „Brain Imaging“ am IZKF Aachen eine zentrale Einrichtung für die Konzeption, Durchführung und Auswertung von fMRT- und PET-Studien innerhalb des Universitätsklinikums.

RWTH-NanoClub

Der NanoClub vernetzt die interdisziplinären Forschungsaktivitäten an der RWTH auf dem Gebiet der Nanowissenschaften und Nanotechnologie und bildet eine Plattform für regionale Aktivitäten sowie Projekte auf Landes-, Bundes-, und europäischer Ebene. Thematische Schwerpunkte sind molekulare und komplexe Systeme, Nanoanalytik und Nanomechanik, Nanoelektronik und Integration, Informationstechnologie und Quanteninformation sowie der Bereich medizinische Forschung, in dem ein Anknüpfungspunkt auf dem Gebiet der Diagnostik unter Einsatz von Nanopartikeln und bei Ionenkanaelen besteht.

MARC – Magnetic Resonance Center

Das Magnetic Resonance Center am Institut für Technische und Makromolekulare Chemie, ITMC, schöpft das volle Potenzial der Kernmagnetischen Resonanz, NMR. Die Ausstattung ermöglicht hochauflösende NMR-Spektroskopie, NMR-Bildgebung an weicher Materie, sowie die Beobachtung des Effektes von chemischen Prozessen in der chemischen, biologischen und medizinischen Verfahrenstechnik. Des weitern findet die mobile Niederfeld-NMR für die nicht-destruktive Untersuchung von Objekten an ihrem Einsatzort Verwendung. Die einzigartige Ausstattung und Expertise wird in einer Vielzahl interdisziplinärer Forschungsprojekte nicht nur innerhalb des ITMC und der RWTH genutzt, sondern auch international und in industriellen Kooperationen.

PhotonAix

Optische Technologien finden als „enabling technologies“in verschiedenen Fachdisziplinen und Spezialgebieten Verwendung. Als Kompetenznetzwerk für Optische Technologien und Systeme vernetzt PhotonAix Unternehmen, Forschungszentren und Hochschulen sowie Unternehmen und Vertreter der öffentlichen Hand. Die Plattform für Informationsaustausch ist weltweit in koordinierten Partnerschaften tätig und kooperiert unter anderem mit dem Fraunhofer Center for Laser Technology in Michigan, USA.

Proteca – Kompetenznetzwerk ProduktionsTechnologie Aachen

Proteca bündelt Forschungskompetenzen auf dem Gebiet der Produktionstechnik mit dem Ziel, die Attraktivität des Standorts Aachen weiter zu steigern und so den Boden für Neuansiedlungen im Bereich der Produktionstechnik zu bereiten: es gilt, produktionstechnische Expertise von der Planung und Organisation über die Fertigungsprozesse und verwendeten Maschinen bis hin zum Qualitätsmanagement an einem Standort zu bündeln. Der Fokus liegt hierbei auf der Entwicklung von High-Tech-Produkten.

Verdichter für Flugtriebwerke

Da das Verkehrsaufkommen in der zivilen Luftverkehrs stetig steigt, ist bei der Gestaltung effizienter Triebwerke ein hoher Entwicklungsbedarf gegeben. RWTH Aachen und Deutschlands größter Hersteller von Flugzeugtriebwerken, die MTU Aero Engines, kooperieren aus diesem Grund im Kompetenzzentrum „Verdichter für Flugtriebwerke“. Dort wird die Zusammenarbeit in der Forschung und Entwicklung für die Auslegung, Gestaltung und Fertigung der nächsten Generation von Triebwerken weiter vertieft. Ziel ist es unter anderem, Sicherheit, Wirkungsgrad, Gewicht, Verbrauch, Abgas- und Schallemissionen, Herstellungs- und Wartungskosten der Antriebe weiter zu verbessern. Die Zusammenarbeit gewährleistet des weiteren die Praxisnähe der Ausbildung von Nachwuchsforschenden und stärkt die universitäre Lehre.

VRCA – Virtual Reality Center Aachen

Das Virtual Reality Center Aachen, VRCA, bündelt und fördert die zahlreichen Forschungs- und Lehraktivitäten an der RWTH Aachen in VR-relevanten Gebieten. Es mehrt das methodische Wissen über Virtuelle Realität durch Forschung und Entwicklung und initiiert gemeinsame, zumeist interdisziplinäre Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der VR. Diese erfolgen oftmals in Kooperation mit externen Forschungseinrichtungen und mit Partnern aus der Industrie. Das VCRA organisiert Tagungen und präsentiert seine VR-Projekte auf Messen, Ausstellungen sowie im Internet.

ZMB – Zentrum Metallische Bauweisen

Die RWTH Aachen verfügt über leistungsstarke Institute, die sich in zahlreichen Fachsparten der Erforschung und Anwendung von Stahl widmen. Das ZMB bündelt diese stahlorientierte Expertise aus den Bereichen bildsame Formgebung, Eisenhüttenkunde, Kraftfahrwesen, Schweiß- und Fügetechnik, Stahl- und Leichtmetallbau, sowie Werkstoffwissenschaften. Dieser Zusammenschluss bietet die Möglichkeit, in enger Zusammenarbeit geschlossene Prozessketten darzusstellen, von der Werkstoffwahl über die Herstellung bis hin zum fertigen Bauteil.